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"I tell you my story;"

(Ich erzähle Dir/Ihnen meine Geschichte)

PDF-Download "PENDUKA Praesentation vom 29.09.2011"

Frauenprojekt PENDUKA - Windhoek/Namibia

Namibia, ein Land im Süden Afrikas, ist mehr als zweimal so groß wie Deutschland und hat plus/minus 2 Millionen Einwohner/innen. Namibia ist ein Vielvölkerstaat; es gibt 11 Volksgruppen mit jeweils einer eigenen Sprache. Die Landessprache ist Englisch, verständigen kann frau/man sich mit Afrikaans und auch in Deutsch.
Seit 1990 ist Namibia unabhängig und versucht die Fehler, die die Jahre des Apartheidregimes mit sich gebracht haben, wieder gut zu machen. Finanzielle Mittel wurden und werden seit dieser Zeit in Ausbildung und Gesundheitswesen investiert.
Das Land hat eine überwältigende Natur - "Luxus der Weite" und "Luxus der Stille" sind Werbeslogans, die wirklich zutreffen.

In der Hauptstadt Windhoek wurde noch während des Apartheidregimes Anfang der sechziger Jahre von der Stadtverwaltung ein Stadtteil weit außerhalb der Stadt gebaut - Katutura - wohin alle farbigen Einwohner/innen unter großem Protest angesiedelt/ausgegrenzt wurden.
Das heutige Katutura besteht aus den ursprünglich gebauten kleinen Häusern mit Strom- und Wasserversorgung. Durch den nicht kontrollierbaren Zuzug von Menschen aus dem Norden des Landes und auch aus den nördlichen Nachbarländern, ist neben der ursprünglichen Siedlung eine riesige Wellblechsiedlung ohne Abwasser, Strom- oder Gasversorgung entstanden.

Hier leben die Menschen unter denkbar schlechten hygienischen und dadurch krankheitsfördernden Umständen. Aids ist ein großes Problem, ebenso die rasante Ausbreitung der Tuberkulose.
Die WHO hat dort ein Gesundheitsprojekt installiert, das aufgrund der Nachhaltigkeit mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Neueste Nachrichten besagen aber, dass aufgrund finanzieller Engpässe die Arbeit ab März 2011 bis Ende 2011 eingestellt werden muss, was den bisherigen Erfolg erheblich gefährdet.

In diesem Stadtteil entstand 1992 das Frauenprojekt "PENDUKA" (Erwache). Ursprünglich sollten behinderte Frauen unterstützt werden. Heute arbeiten hier behinderte und nicht behinderte Frauen und schaffen sich mit der Herstellung von Souvenirs eine Existenz.

Das Projekt ist in Häusern, eher Schuppen, auf dem Gelände eines ehemaligen Wassersportclubs an einem (verschmutzten) Wasserdamm untergebracht. Mit primitiven Mitteln werden ausgefallene und sehr ansprechende Dinge für den Verkauf hergestellt. Zum Beispiel werden alte Flaschen mit einem großen Stein, eingewickelt in einem Handtuch, zerstoßen und in selbst hergestellten Gipsformen in einem kleinen Erdofen zu neuen Formen geschmolzen.
Auf alten Tischen entstehen wunderschöne Stoffbatiken. Das Nähprojekt näht mit altmodischen Nähmaschinen gestickte Arbeiten zu Taschen, Decken und Kissen zusammen. Aus den unteren Teilen von Colaflaschen werden mit Serviettentechnik Geschenkverpackungen hergestellt. Es gibt eine einzige, manuell zu bedienende Töpferscheibe, an der die schönsten Keramikobjekte gedreht werden.

Bei einer Reise durch Namibia im November 2010 hat eine unserer Mitarbeiterinnen "PENDUKA" besucht und war von der Arbeit der Frauen mehr als beeindruckt. Es gibt viele Parallelen/Themen zu FAB: Unterstützung und Qualifizierung von Frauen, Hilfe und Unterstützung bei der Betreuung und Unterbringung von Kindern, Gesundheitsbewusstsein, Motivation und Unabhängigkeit von Frauen, das Gründungsjahr usw.

Die Führungsrunde von FAB war sich schnell einig, dass das Projekt in Afrika unterstützt werden soll. So wurde beschlossen, in dem Projekt getöpferte Becher zu kaufen und an Geschäftsfreunde/Innen und Kooperationspartner/innen zu besonderen Anlässen wie Jubiläen, Weihnachten und anderen Gelegenheiten zu verschenken.

Mit der Übergabe des Bechers erzählen wir die Geschichte der Herstellung und Reise des Bechers zu FAB.


"I tell you my story;" Das Foto zeigt Ruusa, die Töpferin. Mit den Figuren auf den Bechern erzählt sie ihre Geschichte. Hier sehen Sie die Becher am Morgen kurz vor dem Verpacken für die Reise nach Deutschland.

Eine der Mitgründerinnen von "PENDUKA" - Christien Roos, eine Niederländerin, die mittlerweile wieder in den Niederlanden lebt - hat in Groningen eine Stiftung für "PENDUKA" gegründet. Über Christien haben wir den Kauf abgewickelt. Sie war 2 Wochen in Windhoek und hat 100 Becher (22kg) im Handgepäck am 8. März 2011 - dem Weltfrauentag - mit nach Frankfurt gebracht und an FAB übergeben.

Für weitere Informationen:
Irmhild.Neidhardt@fab-wetterau.de

"www.penduka.com"

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