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„Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft“: neue Runde startet im Januar 2020

02.12.2019 | FAB


Eine Chance, beruflich neu anzufangen und in diesem Beruf anderen Menschen zu helfen, bieten die „Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft“. Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund und andere Benachteiligte mit Sprachförderbedarf können sich im Laufe eines Jahres für den Einstieg in soziale Berufe wie etwa Pflege und Erziehung orientieren. Das Projekt wird gemeinsam realisiert von der gemeinnützigen FAB GmbH und RDW Regionale Dienstleistungen Wetterau – Trockendock e.V. Die Maßnahme besteht aus mehreren Modulen, die Praxis-, Theorie- und Coaching-Phasen beinhalten.

Die zweite Runde startet am 13. Januar 2020 mit jeweils 16 Plätzen bei FAB in Friedberg und bei RDW in Büdingen. Interessierte können sich informieren unter sozialwirtschaft@fab-wetterau.de und sozialwirtschaft@rdw-wetterau.de oder bei ihren zuständigen Berater*innen im Jobcenter bzw. dem Integration
Point (IPW).

„Die erste Runde war sehr erfolgreich“, so FAB-Geschäftsführerin Karin Frech. „Wir hatten Teilnehmer*innen aus Äthiopien, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Eritrea, dem Irak, der Türkei und Bulgarien. Die Gruppe war sehr heterogen in Bezug auf Alter und Bildungsniveau, das von wenigen Jahren Schule bis zu abgeschlossenem Hochschulstudium reichte.“

RDW Geschäftsführerin Heidi Nitschke ergänzt: „Insgesamt konnten wir 10 Teilnehmende direkt in Arbeit oder Ausbildung vermitteln. Bei 11 Teilnehmer*innen wurde im Projekt deutlich, dass die Sprachkenntnisse für eine Tätigkeit im sozialen Bereich noch nicht ausreichen und zunächst ein weiterer Sprachkurs ansteht.“

Nach entsprechender Vorbereitung absolvierten die Teilnehmenden in der Praxisphase drei Praktika in verschiedenen Einrichtungen, um Einblicke in ihre Berufswahl zu bekommen. Sie alle wurden intensiv begleitet und gehen nun individuell ihren Weg im sozialen und angrenzenden Bereich, viele noch nachbetreut von FAB bzw. RDW.

Workabeba S. zum Beispiel brachte bereits Erfahrungen im Gesundheitsbereich mit. In mehreren Praktika in der Altenpflege erwies sie sich als Glücksgriff für das AWO-Alten- und Pflegewohnheim in Florstadt, so dass sie am Ende des Projekts einen Arbeitsvertrag angeboten bekam. Bei Dawit A. stellte sich durch Praktika in verschiedenen Krankenhäusern seine Neigung zur Krankenpflege heraus und er startete eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer. „Der Gesundheitssektor begeistert mich seit meiner Kindheit. Durch die Unterstützung im Projekt „Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft“ konnte ich meinen Traum erfüllen und nun eine qualifizierte Ausbildung beginnen. Für mich ist das ein großer Schritt, um Teil meiner neuen Heimat zu werden!“

Für die Umsetzung des bis 2022 angelegten Projekts haben sich der Wetteraukreis, der Landkreis Gießen, das Jobcenter Wetterau, die Bundesagentur für Arbeit, Fachschulen für Altenpflege, Krankenpflege und Sozialwesen sowie die FAB gGmbH und RDW - Trockendock e.V. zusammengeschlossen. Es wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und hat das Ziel, ca. 130 Teilnehmer zu motivieren, sich für die Sozialwirtschaft zu qualifizieren und damit ihre Chancen auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen.

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