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Gartenzwerg und Falafel-Duft

29.05.2019 | FAB


„Der Wille zur Integration muss da sein, dann können wir etwas ausrichten“, so Karin Frech,
Geschäftsführerin der Frauen Arbeit Bildung FAB gGmbH. Auch nach Rückgang der Flüchtlingszahlen
gingen 2018 bei der Friedberger Bildungsträgerin noch mehr als 2.000 Menschen aus 52
Herkunftsländern ein und aus. Sie lernten gemeinsam Deutsch und qualifizierten sich für Berufe.
Unstimmigkeiten bleiben da nicht aus. Durch gruppendynamische Spiele und Gespräche können
Meinungsverschiedenheiten ausgeglichen werden. „Teilt euch mit, grenzt euch nicht ab“, rät Maria
Chalkidou, Kursleiterin bei FAB, den TeilnehmerInnen dann. Konflikte sollen im Kurs ausgetragen werden
und Meinungen nebeneinander stehen dürfen.
Dass es anfangs keine gemeinsame Sprache gibt, in der kommuniziert werden kann, gehört bei FAB zum
Tagesgeschäft. Es funktioniert trotzdem. Zuerst mit Händen und Füßen, einzelnen Worten und
Gegenständen, die benannt werden. Mit der Zeit erschließt sich die Sprache immer mehr. Diejenigen mit
mehr Vorkenntnissen helfen denen, die weniger wissen. Die Teilnehmenden haben sehr unterschiedliche
Bildungsniveaus, manche können nicht lesen und schreiben, andere bringen einen Studienabschluss mit.
Hier ist der Praxisbezug sehr hilfreich – Ausflüge und Berufsberatungen vermitteln Deutsch durch Zuhören
und Interaktion.
Egal, an welchem Punkt man startet, die Menschen müssen motiviert sein, die neue Sprache zu lernen.
„Dafür ist es wichtig, offen für die Kulturen der anderen zu sein“, erklärt Maria Chalkidou. „Wir schaffen
Motivation durch gegenseitigen Austausch und Akzeptanz. Das ist die Grundvoraussetzung für gutes
Lernen.“

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