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2000 Euro für digitales Lernen

24.01.2019 | Bildung


Zahlreiche Menschen nehmen regelmäßig die Angebote der gemeinnützige Organisation Frauen, Arbeit, Bildung (FAB) in Friedberg wahr. Die FAB baut auf die drei Säulen Betreuung, Bildung und Ernährung auf. Die Mittelhessische Druck- und Verlagshaus GmbH (MDV), zu der auch die WZ gehört, hat nun das breit gefächerte Angebot mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro unterstützt.

Zu dem, was die FAB zu bieten hat, gehören die Kochfabrik, die Essen in Schulen oder Kindergärten liefert, Schulbegleitung von behinderten Kindern, Pflege im häuslichen Rahmen sowie Sprach- und Integrationskurse. Die Sprachkurse wurden benötigt, als die Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien in den 90er Jahren nach Deutschland kamen. Entstanden ist die FAB aus einer Frauenrechtsbewegung, die sich 1992 als Verein gegründet hat. Seit 2002 ist sie ein gemeinnütziger Beschäftigungs- und Bildungsträger.

Die Sozialeinrichtung arbeitet überwiegend mit staatlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, dem Land Hessen, Schulen und der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Dabei finanziert sie sich selbst. Aber auch über Spenden freut sich die FAB. Dr. Max Rempel, Geschäftsführer der MDV und Chefredakteur der Wetterauer Zeitung, hat am Montag einen symbolischen Spendenscheck an eine sehr erfreute FAB-Geschäftsführerin Karin Frech überreicht.

»Wir haben zusammen mit unseren Mitarbeitern geschaut, welche Einrichtungen wir unterstützen können«, sagte Rempel. Ein Mitarbeiter habe die FAB vorgeschlagen. Mit der Spende wolle Rempel die Einrichtung nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch in der Öffentlichkeit auf ihre Arbeit aufmerksam machen.

Die Spende von 2000 Euro soll in die Bildung fließen. »Wir planen, das Geld für digitales Lernen einzusetzen«, erläuterte Frech im Gespräch mit Rempel. Es gebe eine Software, die es Flüchtlingen ermögliche, von zu Hause aus lernen zu können. Nicht immer sei es ihnen möglich, in die Räume der FAB zu kommen. So könnten die Menschen auch bequem von zu Hause aus am Tablet oder Smartphone lernen. »Oft sind sie uns weit voraus in digitalen Themen«, sagte Frech.

Besonders für die Gleichstellung von Mann und Frau setzt sich das Team um Frech ein. Gemischte Teams seien die erfolgreichsten Teams. »Prinzipiell setzen wir uns für Frauenrechte ein. Damit wir gut miteinander leben können, ist die Kompetenz der Frauen gefragt.« Unter dem Motto »50/50 ist das Ziel« setzt sich die FAB dafür ein, dass Frauen beispielsweise in Führungspositionen kommen. Am Weltfrauentag am 7. März unterstützt die FAB eine Initiative der Ernst-Ludwig-Schule (ELS) in Bad Nauheim. »Dieses Jahr wird es ›Frauen gegen Plastik‹ sein«, kündigte die Geschäftsführerin an. Die ELS plant eine Modenschau mit Kleidern aus Müll, sogenanntes Upcycling.

Generell richtet sich das Angebot von Frauen, Arbeit, Bildung aber an alle: »Wir möchten alle Menschen unterstützen, selbstständig leben zu können«, sagte Frech. So gebe es beispielsweise auch Orientierungskurse »für Menschen, die von der Gesellschaft vergessen wurden«. Auch die Eingliederung von Müttern und Vätern zurück in den Beruf bietet die FAB an. Im Bereich der Pflege gibt es verschiedene Angebote. Diese sind vor allem für Pflegebedürftige gedacht, die noch nicht stationär aufgenommen werden müssen, aber zu Hause Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu meistern. Dabei unterstützen die Mitarbeiter der FAB auch Familien, die ihre Angehörigen pflegen, aber mal eine Auszeit brauchen und beispielsweise in den Urlaub fahren möchten.

Mit Kindern in den Sprachkurs

Außerdem bietet die FAB spezielle Sprachkurse an. So gibt es einen Kurs für geflüchtete Mütter mit Kindern. Oft seien die Frauen derart traumatisiert, dass sie ihre Kinder nicht in eine Betreuung geben könnten. So haben sie die Möglichkeit, ihre Kinder mit in den Sprachkurs zu nehmen. Die Kinder können in der kleinen Spielecke in Ruhe spielen, und die Frauen lernen. »Die FAB ist so vielfältig«, sagt Frech.

Bei der FAB sind fast 500 Mitarbeiter beschäftigt. »Ich mag gerne Mitarbeiter fest anstellen«, erklärte Frech. »Mir ist es wichtig, denn es gibt den Leuten ja eine gewisse Sicherheit, auch wenn es teurer ist.«

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