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50.000 weibliche Opfer - „Internationaler Tag der Nulltoleranz gegenüber der Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen“

01.02.2018 | FAB


Man möchte glauben es ist kein deutsches Problem, ist es aber: Laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums leben in Deutschland etwa 50.000 Opfer weiblicher Genitalverstümmelung, Mädchen und Frauen. In Hessen wurden 572 Fälle von Genitalverstümmelung allein für das Jahr 2016 erfasst. Die Dunkelziffer ist laut Bundesfamilienministerium viel höher. Am 06.02.2018 ist der "Internationale Tag der Nulltoleranz gegenüber der Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen". 2004 wurde dieser Tag von der UN Generalversammlung ins Leben gerufen.

FAB gGmbH (Frauen Arbeit Bildung) Geschäftsführerin Karin Frech beschäftigt sich seit längerem mit dem Thema: "Um etwas bewegen zu können, auch hier bei uns in Hessen, darf weibliche Genitalverstümmelung nicht länger ein Tabu-Thema sein. Diese grausame Praxis findet hier bei uns statt, mit unseren Mädchen die unsere Kindergärten und Schulen besuchen. Wir dürfen sie damit nicht alleine lassen."

Weltweit werden etwa drei Millionen Mädchen jährlich an ihren Genitalien verstümmelt. Sie leiden ihr Leben lang unter den Folgen dieses Eingriffs: Infektionen, Probleme beim Wasserlassen, der Geburt und seelische Narben um nur einige zu nennen. Besonders verbreitet ist die Genitalverstümmelung in Ägypten, Eritrea, Somalia, Äthiopien, Mali und dem Irak. Die Zwangsbeschneidung wird je nach Region mit traditionellen oder religiösen Gründen gerechtfertigt.

Der 06.02.2018 soll vor allem eines – die Weltbevölkerung aufmerksam machen und  aufklären. Im November 2017 fand bei der FAB ein Fachvortrag zum Thema Genitalverstümmelung statt. "Aufmerksamkeit ist gut, sie reicht aber nicht. Wir müssen gezielter aufklären: Schulen, Eltern, Lehrer, Ärzte. Um unsere Mädchen und Frauen zu schützen ist Präventionsarbeit notwendig. Dazu benötigen wir öffentliche Strukturen und Behörden, die Verantwortung übernehmen", so Karin Frech.

 

 

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