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Migrantinnen nehmen ihre Zukunft in die Hand

24.10.2017 | Bildung


Im Rahmen eines Projektes, finanziert aus Mitteln des hessischen Arbeitsmarktbudgets (ESF-Hessen) und kofinanziert vom Jobcenter Wetterau, nehmen Frauen mit Migrationshintergrund an dem Sprachkurs in Werkstattform "Kompetenzen zeigen - Sprache lernen" teil. In dem sechs monatigem Kurs bei uns geht es nicht allein darum, die Sprache zu erlernen. Vielmehr werden den Frauen Stärken und Können bewusst gemacht, um so ihr Selbstvertrauen zu stärken und Perspektiven aufzuzeigen. Dies geschieht durch verschiedene kreative Handwerksarbeiten wie Nähen, Sticken, Häkeln, Zeichnen aber auch durch zielgerichtete Fragestellungen zur beruflichen und persönlichen Zielsetzung. Man erkennt schnell, dass die beruflichen und persönlichen Ziele von der Realität weit entfernt sind. Wunschberufe wie Lehrerin, Sängerin, Verkäuferin stehen ganz oben. Ihre Zukunftsaussichten sehen die meisten Teilnehmerinnen jedoch als Reinigungskraft oder im Pflegebereich.  Dabei steckt vielmehr in den Frauen als sie von sich denken - Verborgene Talente und kreative Köpfe. Den Frauen dies aufzuzeigen ist Ziel des Kurses. Die Angst zu verlieren sich öffentlich und selbstbewusst zu präsentieren steht hierbei im Fokus. Zu sehen, was in einem steckt, ist Grundvoraussetzung dafür andere von sich zu überzeugen - sei es in einem Bewerbungsgespräch oder im täglichen Leben.

Die Frauen präsentierten am 05.10.2017 offen, selbstbewusst und stolz ihre Kunstwerke und Kochkünste. Das Jobcenter lud alle MitarbeiterInnen und  interessierte Wetterauer ein, die Ausstellung in Friedberg zu besuchen. Maria Chalkidou und Katja van Zoest, Sprachlehrerin und Fachanleiterin des Kurses, waren sehr stolz auf ihre Teilnehmerinnen. "Vor allem die kulturellen Kochkünste, mit denen die Frauen die Besucher überraschten, sind ein Genuss", so Frau van Zoest. Zuvor wurden die zahlreichen Gerichte von den Frauen gemeinsam bei uns im Grünen Weg zubereitet. Die mitgebrachten Zutaten wurden mit viel Liebe verarbeitet. Herausgekommen ist ein interkulturelles Buffet, das sich sehen lassen konnte. Nicht nur der Gaumen der BesucherInnen kam auf seine Kosten. Auch für das Auge wurden zahlreiche Handarbeiten geboten. Angefangen von gestrickten Socken, über bestickte Decken und T-Shirts bis hin zum handgefertigten Schmuck und bemalten Porzellan.

Schnell wurde den Besuchern klar, hier waren versteckte Talente am Werk und vor allem jede Menge Kompetenz. Auch Stefan Schuld (Bereichsleiter Markt & Integration des Jobcenters ) ließ es sich nicht nehmen, die Frauen persönlich zu begrüßen und ein paar Köstlichkeiten zu genießen.

Bei so vielen Leckereien träumte sicherlich manche BesucherInnen von einem internationalen Restaurant in Friedberg.  

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