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Sozialer Zwang fördert die Geburtenrate in schwachen Regionen

11.07.2017 | FAB


74 Millionen ungewollte Schwangerschaften – eine alarmierende Bilanz zum diesjährigen Weltbevölkerungstag am 11.07.2017

Heute ist Weltbevölkerungstag. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) meldet alarmierende Zahlen: In Rund 30 Jahren soll es 10 Milliarden Menschen auf der Welt geben. Zentraleuropa bleibt weiterhin Schlusslicht, trotz diverser Anreize ein stärkeres Bevölkerungswachstum zu fördern.

Die Länder, in denen die Mehrzahl der Bewohner hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen einen messbar niedrigeren Lebensstandard haben,  verzeichnen hingegen starke Zuwächse. Das Phänomen ist kein neues: Gerade dort wo die Ressourcen ohnehin knapp oder ungerecht verteilt sind, gibt es einen stetigen und rapiden Anstieg der Geburtenrate.

Das hat Gründe: Soziale und religiöse Zwänge, fehlende sexuelle Aufklärung und die mangelnde Gleichstellung der Geschlechter sind maßgebliche Faktoren.

Oftmals haben junge Mädchen schlechte oder gar keine Bildungschancen, können sich auch innerhalb der Ehegemeinschaft dem Mann gegenüber zum Thema Verhütung und Familienplanung nicht behaupten oder haben schlichtweg kein Geld, um an Verhütungsmittel zu gelangen.

Die Folge: Jährlich kommt es zu 74 Millionen ungewollten Schwangerschaften. Damit wird schnell deutlich wo die Stellschrauben sind: Der „Westen“ sollte nicht nur sein soziales System überdenken: Auch die Rolle der Frau gehört ständig auf den Prüfstand – was ist machbar und wo muss der Staat mehr Unterstützung leisten um den täglichen Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung zu unterstützen.

Die Aufklärungsarbeit in schwachen Regionen muss weiterhin vorangetrieben werden. Ansprechpartner sollten jedoch Männer und Frauen sein. Dabei kann es nicht ausreichen finanzielle Unterstützung zu leisten.

Vielmehr müssen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit Maßnahmen getroffen werden, denn

eine Welt bedeutet eine Verantwortung!

 

 

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