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FAB - drei Buchstaben, drei Jubiläen

15.03.2017 | FAB


Büdingen. Feminismus – ist denn nicht mal gut damit? Ist der Begriff nicht blass und überstrapaziert? Haben die Frauen denn nicht alles erreicht? Mitnichten – und da der Feminismus eben im Kern die Stärkung der Frauenrechte umschreibt, ist er aktueller denn je. „Der Kampf geht weiter“, kündigte Karin Frech gutgelaunt und tatendurstig an. Frauen Arbeit Bildung, kurz FAB, hatte zum Welt-Frauen-Café in den Oberhof nach Büdingen eingeladen. Damit wurde nicht nur der Internationale Weltfrauentag eingeläutet, sondern auch einem Dreifach-Jubiläum gehuldigt: Der Verein FAB e.V. feiert das 25-jährige Bestehen, die gemeinnützige FAB GmbH besteht seit 15 Jahren und das Projekt „Mehrgenerationenhaus Wetterau” geht in sein zehntes Jahr. FAB ist zur Institution in der Wetterau geworden – stetig wachsend und alle Höhen und Tiefen durchlebend.   
„FAB ist mitten in der Pubertät und hat noch ganz viel Potenzial zu wachsen. Wir machen verrückte Sachen, das macht unseren Erfolg aus. Ich freue mich auf viele gute, neue Projekte“, bekräftigte die Geschäftsführerin. Das Kämpfen für Frauen sei auch immer ein Einsatz für die Menschenrechte und das gute Miteinander, der Schlüssel dafür das Recht auf Bildung. „Dafür setzen wir uns jetzt und in Zukunft mit aller Überzeugung ein.“
FAB habe eine ganz besondere Entwicklung durchgemacht. Beeindruckt zeigte sich Henrike Strauch von den drei Säulen Bildung, Betreuung und Ernährung. Die Erste Stadträtin in Büdingen erinnerte sich noch an die erste kleine Küche in Ortenberg-Selters. Mittlerweile kocht der Zweckbetrieb von FAB, die KochFABrik, täglich rund 1800 für Kitas und Schulen und ist nach dem Standard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zertifiziert. Erfreulich für Büdingen sei, dass FAB gegen den Trend nicht alle seine Betriebsstätten in Friedberg zentralisiere, sondern auch im Ostkreis, insbesondere in Büdingen, stark vertreten sei. Vier Standorte unterhält der Bildungsträger hier mit über 1000 Quadratmetern Büro- und Schulungsfläche. „Wir begrüßen diese Entwicklung und sind dankbar dafür, dass die Angebote von FAB unsere Stadt bereichern.“
Kornelia Schäfer, Leiterin des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit im Wetteraukreis, begleitet FAB seit 15 Jahren. „Es waren bewegte und auch turbulente Zeiten.“ FAB stehe für eine innovative, äußert engagierte und erfolgreiche Bildungs-, Qualifizierungs- und Betreuungsarbeit, die sich an den Bedürfnissen der Frauen in der Region orientiere. Im Moment vergebe der Wetteraukreis die Auszeichnung „familienfreundliches Unternehmen“. Wäre FAB nicht Mit-Initiator, würde das Unternehmen diese Auszeichnung als erstes erhalten. „Im Geiste überreiche ich sie Ihnen heute.“

Dieses Jubiläum falle in eine aufregende Zeit. Sie zeige, wie wichtig Chancengleichheit und Bildung seien, erörterte Kathrin Anders, Vorstandsmitglied von FAB e.V. „Es ist eine Zeit, die einige gerne zurückdrehen möchten und in der Frauenrechte wie die sexuelle Selbstbestimmung, das Recht am eigenen Körper oder der gleiche Lohn für gleiche Arbeit labilisiert wird.“ FAB stärke und fördere die Grundrechte bereits seit 25 Jahren. Ihre Vorstandskollegin Ulla Becker ließ nochmals die Anfänge von FAB Revue passieren und verdeutlichte den Wandel in den vergangenen Jahren von einer reinen Beschäftigungsinitiative hin zu einem starken gemeinnützigen Frauenunternehmen in der Wetterau. „Unser Dank gilt Karin Frech, die mit viel Weitsicht die Geschicke von FAB lenkt. Sie hat es geschafft, finanzielle Klippen zu umschiffen, so dass heute schwarze Zahlen geschrieben werden.“ Heute sind knapp 450 Mitarbeiter bei FAB tätig. Somit ist FAB in der Wetterau einer der größten Arbeitgeber im sozialen Bereich. Mit Aufgaben und einer Selbstverpflichtung, die heute aktueller denn je erscheinen. (Myriam Lenz, Wetterauer Zeitung)

Foto: Geschäftsführerin Karin Frech, Kathrin Anders und Ulla Becker (v.l.) vom Vorstand des FAB (Lenz/FAB)

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